Bachwasserkraftwerke, Umrüstung alter Mühlen, Sägereien, usw...

In den Bach- und Flussläufen der Schweiz stehen längst ausgediente, Relikte Ober- und Unterwasserkanäle, welche früherer zur Wasserkraftnutzung für Mühlen, Sägereien, usw… dienten.

Die moderne Technik mit den kleinmoduligen Kaplan-Turbinen und die leisen Generatoren zur elektrischen Energiegewinnung, lassen die Instandsetzung und Wiederbelebung dieser heute oft sogar baufälligen Bauwerke zu.

 

 

 

 

 

 

Kaplan-Turbine

Speziell für geringe Wasserdrücke entwickelte der österreichische Ingenieur und Professsor in Brünn, Viktor Kaplan, 1912 die axiale Flügel-Wasserturbine, die später Kaplan-Turbine genannt wurde. Geboren wurde er am 27. November 1876 in Mürzzuschlag und starb am 23. August 1934 im Alter von nur 58 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls in Unterach. Neben der Erfindung der Kaplan-Turbine wird ihm auch die Kaplan-Kreiselpumpe zugeschrieben. Nach seiner Tätigkeit in der Leobersdorfer Maschinenfabrik, wo er sich auf Dieselmotoren spezialisierte, wurde er als Assistant von Prof. Musik nach Brünn berufen. Dort hatte er erstmals mit den damals gängigen Turbinentheorien zu tun und fand bald heraus, dass weder die Francis-Turbine noch die Pelton-Turbine für die Wasserkraftnutzung bei grossen, stark wechselnden Wassermengen und niedrigem Gefälle brauchbar sind. Angesichts der sich abzeichnenden technischen Entwicklung wurden jedoch Turbinen benötigt, mit denen man Flüsse zur Stromgewinnung nutzen konnte.

Das Laufrad gleicht einem Schiffspropeller, durch dessen verstellbare Schaufeln die Wassermassen strömen und den Propeller antreiben. Über den auf gleicher Welle sitzenden Generator wird aus hydraulischer Energie über den Weg der rotatorischen Energie, elektrische Energie „erzeugt". Das Leitwerk der Kaplan-Turbine lenkt das einströmende Wasser so, dass es parallel zur Welle der Turbine auf die drei bis sechs Schaufeln des Laufrades trifft.