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Zur Gebäudeheizung und Warmwasserproduktion werden Wärmepumpen und Solaranlagen heute zur Nutzung von folgenden Umweltenergien eingesetzt:

Wasser / Wasser Wärmepumpe

Nutzt die Energie aus dem Grundwasserstrom mittels eines Entnahme- und Rückgabebrunnens oder aus Oberflächengewässern. Die Nutzung von Energie aus dem Grundwasserstrom oder aus Oberflächengewässern ist aufwändig und konzessionspflichtig. Die Realisierung ist rechtlich und hydrogeologisch nicht auf jedem Grundstück möglich. Der Energieentzug aus Oberflächengewässern kann den Lebensraum der Tierwelt negativ beeinflussen. Bauten an Bach-, Fluss- und Seeufern sind aus der Sicht des Landschaftsschutzes problematisch und liegen meist ausserhalb der Bauzone.

Sole / Wasser Wärmepumpe

Nutzt die Energie aus dem Erdreich mittels Erdsonde oder Erdregister. Das Bohren von Erdsonden ist aufwändig und konzessionspflichtig. Die Realisierung ist rechtlich und geologisch nicht auf jedem Grundstück möglich. Erdregister verzögern die Vegetation im Frühling um mehrerer Wochen und beanspruchen grosse Grundstückflächenanteile.

Erdsonde
Erdregister

Luft / Wasser Wärmepumpe

Nutzt die Energie aus der Umgebungsluft des Gebäudes. Bei tiefen Aussentemperaturen und sonnigem Wetter läuft die Anlage mit schlechterem Wirkungsgrad ohne von der Sonneneinstrahlung zu profitieren. Die von den Luftbewegungen erzeugten Geräuschemissionen können besonders in der Nacht störend wirken.

Luft Wasser Wärmepumpen werden in folgenden Anlagevarianten erstellt:

Innenaufstellung
Aussenaufstellung
Splitaufstellung

Teilsolares Heizen

Die mittels thermischen Sonnenkollektoren nutzbar gemachte Solarenergie auf einem hohen Temperaturniveau von min. 45°C wird direkt in einen Heizungsspeicher (Wasserbehälter) gespeichert. Die Gebäudeheizung bezieht die Wärmeenergie nach Bedarf aus dem Speicher. Wenn der Speicher leer ist und nicht genügend Sonnenenergie anfällt um den Wärmebedarf zu decken übernimmt ein Primärheizsystem (meist Öl- oder Gasfeuerung) die Wärmeerzeugung.

Die Primärheizsysteme sind auf 100% des Wärmebedarfs ausgelegt und decken meist einen Leistungsanteil von ca. 60 bis 70 % des Jahresenergiebedarfs. Der Deckungsgrad von Solarenergie übersteigt selten die Marke von 40% und beleibt somit sekundär. Um in der konventionellen Solarenergienutzung diesen hohen Sekundärenergieanteil zu erreichen sind grosse Speichervolumen sowie grosse Kollektorenflächen nötig was viel Aufwand und Platz im sowie auf dem Gebäude in Anspruch nimmt. Über 30% der Sonnenenergie trifft in diffuser Form auf der Erdoberfläche ein. Aus dieser Sonnenenergiemenge können heutige Solarkollektoren eine grosse Wärmemenge auf tief Temperaturniveau bis ca. 25°C gewinnen, welche mit konventionellen Solaranlagen nur schlecht oder gar nicht genutzt werden kann.